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15. 12. 02 - Galápagos Inseln8. 12. - 15. 12. 02: Wilde Tiere und wilde See
Bild: «Cormorant» - Seelöwe im Vordergrund, Schiff im Hintergrund
Schon am ersten Tag bestaunten wir Tiere wie Flamingos, Marina-Iguanas und Seelöwen. Bald bekamen wir aus der sicheren Distanz vom Beibötchen Haie sowie auch Rochen und Liebe machende Meeresschildkröten zu sehen.
Bild: Wenn wir nicht auf dem Beibötchen waren, setzten sich jeweils die neugierigen Pelikane drauf. Und dann stand uns die erste grosse Überfahrt von 10 Stunden von der Hauptinsel zu der weit im Süden gelegenen Insel Española bevor. Tja, es ist eben so: im Dezember ändert auf der Höhe der Galápagos Inseln die Richtung der Winde. Der Wind von Nordwest kommend nimmt ab und wird vom Wind aus dem Südwesten ersetzt. Das zieht ziemlich grosse Wellen mit sich. Mmh, daher verbrachten wir zu Einbruch der Nacht mehrere Stunden vorne auf dem Deck des Schiffes, obwohl es echt kalt wurde (Wind und Wasser sind im Dezember auf den Galápagos nicht tropisch). Erst als wir fast vor Müdigkeit vom Schiff fielen, trauten wir uns in die Kajüte. Am nächsten Morgen sagte der Matrose Javier lachend: "Allen ging es wohl nicht so gut. ¡Hay evidencia! Ein paar Spaghettis fand man in der Toilette." Unser Gleichgewichtssinn hatte sich nach dieser Nacht aber an alles gewöhnt und von nun an schätzten wir die hohen Wellen, die einem wie auf einer Achterbahn schlafen liessen. Nach und nach besuchten wir die diversen Inseln der Galápagos und sahen die verschiedensten Tiere wie gelb-rote Landiguanas, Fregattenvögel, Meeres- und Landschildkröten, Mask- und Bluefeeted Boobies, Pelikane, Bussarde, Pinguine, und viele mehr.
Bild: Einer von vielen Galápagos-Bewohnern aus einer anderen Zeit Unser Tag lief meistens so ab: Morgenessen, kurzer Spaziergang auf einer Insel, Schnorcheln um die Insel, Mittagessen, wieder Spaziergang auf der Insel, Schnorcheln, Nachtessen, schlafen. Unter Wasser waren keine Erklärungen vom Guide möglich oder nötig: oft genug war mein Adrenalin auf Höchststufe, dass ich gar keinem Guide hätte zuhören können. Einmal waren wir von ca. 15 schlafenden «White Tip» Haien umgeben! Ja, ja, ich weiss schon, das sind Vegetarier. Aber vielleicht schmeck ich im Wasser ja wie ein Gemüse??? Das absolute Highlight waren aber die Seelöwen. Unter Wasser, in einer Distanz von ca. 30 cm, spielten wir mit den jungen Seelöwen Angesicht zu Angesicht! Drehungen und Wendungen machten wir zusammen. Und am Freitag, 13.12. hatten wir sogar das riesige Glück, eine Seelöwengeburt live mitanzuschauen. Die Geburt war nicht gerade einfach, und wir dachten schon es wäre eine Totgeburt. Aber sobald das Baby ganz raus war, hustete es und fing auch schon an zu röhren.
Und dann war die Galápagos-Reise auch schon wieder fertig und der zweite Monat unserer Weltreise durch. Die Wellen wirkten aber noch ein bisschen nach. Denn während der nächsten 24 Stunden schwankte das ganze Festland Ecuadors noch immer von links nach rechts und von hinten nach vorne.
Bild: 14. Dezember: Unser Zwei-Monate-Reisejubiläum mit der «2», dargestellt von unseren mitreisenden Holländern Boudewÿn undFrank.
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